Samstag, 5. Mai 2012

Signal Over ...

Eigentlich müßte ich derzeit die Blogartikel nur so raushauen ... Anlässe gäbe es genug. Doch was hier speziell seit der SGD-Diskussion an Beleidigungen und Unterstellungen hereinkommt ist unglaublich. Ich möchte es nicht wiedergeben, aber mir zittern die Finger, während ich das hier schreibe vor Wut und Enttäuschung darüber, wie sehr sich dieses mir so liebe Hobby in den letzten Jahren verändert hat. Daß es mittlerweile einen solchen Bodensatz von * gibt, das scheint mir immer noch reichlich unglaublich. Doch diverse Aktionen "draußen" von Sockenpuppen, Saboteuren und Zettelschreibern, und speziell der hier auflaufende Shit-Storm sprechen eine allzu deutliche Sprache.

Nein, ich muß mich nicht schon wieder "aufspielen", ich bin einfach nur ein Geocacher, wie jeder andere auch. Daß ich so viele Funde habe, dafür kann ich nichts (ich bin einfach nur länger dabei). Und daß ich daran festgemacht werde und meine Aussagen und Aktionen immer ein wenig mehr auf die Goldwaage gelegt werden als die von anderen, damit muß ich wohl leben. Beides ist mir durchaus schon länger klar. Doch meine Meinung oder Persönlichkeit lasse ich mir ganz sicher nicht  verbieten, schon gar nicht von "feigen Heckenschützen".

Im Gegensatz zu dem, was wohl einige von mir denken und gerne auch mal hinten herum erzählen (die Meisten davon haben mich wohl nie kennen gelernt, geschweige denn gesehen) laufe ich nur selten mal einer Statistik hinterher (dafür dann aber durchaus mit Freude), habe noch nie irgendwelche anderen Cacher beleidigt oder gar deren Arbeit sabotiert, verstecke mich nicht hinter Sockenpuppen, drohe nicht mit Anwälten, schreibe keine Zettelchen und veranstalte auch keinen sonstigen Unfug ... Fragt nach stichhaltigen Beweisen für solche Aussagen und bildet Euch Eure eigene Meinung. Nicht in Bezug auf mich, sondern in Bezug auf alle anderen Geocacher, über die man sowas behauptet. In einem Rechtsstaat sollte auch beim Geocaching die Unschuldsvermutung gelten.

Die erste Grenze wurde überschritten, als man mir im letzten Jahr mehrfach drohte. Ein anonymer Schreiber meinte mir kundtun zu müssen, daß er wisse, wo ich (und meine Familie!) wohne und mich demnächst mal besuchen kommen würde. Nein, ich erfinde das nicht, die eMail hat sogar meine Frau "verwundert", die sie leider vor mir gesehen hat. Ein anderer Geocacher meinte (unabhängig davon) sogar mit dem Anwalt drohen zu müssen. So richtig ernst nehmen konnte ich beides nicht. Aber es bleibt ein übler Nachgeschmack, vor allem wenn man sich vor Augen hält, worum es hier in der Sache jeweils ging. Chinesische Reissäcke wären im Vergleich dazu Topstories wert gewesen.

Eine endgültige Grenze wurde neulich überschritten, als auch meine Kinder solche elektronischen Gedankenexkremente erhielten. Das reicht. Endgültig. Wie gestört muß man sein, wenn man in voller Kenntnis darüber, daß es sich dabei um Kinder, speziell um meine, handelt (es besteht kein Zweifel darüber, daß dies dem Verfasser bekannt ist), vorsätzlich und mehrfach beleidigende eMails schickt? Doch das letzte Wort in dieser Sache ist noch nicht gesprochen.

Statt gegenseitigem Respekt und ehrlicher Anerkennung eskaliert eine Spirale aus Verbissenheit, Neid und Selbstdarstellung in unserer Community. Doch ich kann mich nicht nachhaltig für etwas einsetzen, das so wie ich es für gut und richtig befinde nicht mehr existiert, um dann noch "zum Dank" zunehmend und massiv beleidigt und bedroht zu werden. Auch wenn das sicher nur von einzelnen Ausnahmen kommt und der Großteil der Geocacher sich ganz sicher nicht so verhält, geschweige denn auf die Idee käme das zu tun. Aber meine Geduld damit ist irgendwann erschöpft. Hinzu kommt, daß Geocaching "draußen" nicht nur immer bekannter wird, sondern daß man als "bekennender Geocacher" bereits häufig Assoziationen auslöst, die meist negative Kontexte schaffen. Warum nimmt das so zu, und ist es überhaupt noch zu stoppen?

Ich habe etwas länger als so mancher Andere vor mir gebraucht, um eine für mich wirklich harte Entscheidung zu fällen. Aber ich habe mich nun entschieden, meine Caches ab sofort nicht mehr zu warten und somit langsam sterben zu lassen, sowie keine neuen Aktivitäten mehr zu starten. Ein paar gemeinsame Projekte (Geheimakte II, Eventsupport), in denen bereits viel Herzblut von mehreren Leuten drin steckt, werde ich wohl noch zu einem guten Ende bringen, denn das bin ich denen noch schuldig, die hier auf meine Unterstützung vertrauen, und natürlich auch denen, die sich bereits auf das Resultat freuen ... Wie und ob es darüber hinaus noch weitergeht, das steht in den Sternen.


Diese Entscheidung treffe ich nicht nur aus den vorgenannten Gründen (d.h. speziell nicht aufgrund der Regulierung, nicht aufgrund des Verhaltens von Groundspeak, usw.), sondern insbesondere auch, weil ich privat schon seit einiger Zeit diverse andere Prioritäten gezielt weg vom Geocaching setze. Daher bin ich übrigens auch die nächsten Tage nicht erreichbar (Wettkampfwochenende).

 Danke für all die tollen Caches, die ich finden durfte. Danke für all die tollen Stunden, die ich mit Euch verbringen durfte. Danke für all die netten Worte und auch die konstruktive Kritik.

Danke für die Erweiterung meines Horizonts! Auf zu den neuen Ufern, die dahinter liegen ...



Signal Over & Out!

Freitag, 6. April 2012

Reblausschutz geht alle an!


Nur Eingeweihte wissen: Die Reblaus in Rheinland-Pfalz ist extrem gefährdet, noch mehr als Feldhamster und Juchtenkäfer zusammen. Und das, wo sie ein so lustiges Tierchen ist. Unvernünftige Winzer mit mangelhafter Selbstkontrolle fahren ein ganzes Arsenal an Bio- und Chemiewaffen auf, um die Restbestände in freier Wildbahn auf aggressivste Art und Weise auszurotten, und organisieren sich professionell im Internet sowie mafiaähnlichen Strukturen. Nun wurde aufgedeckt, daß dies bereits seit über 100 Jahren schon so geht! Und sämtliche Umweltschutzorganisationen ignorieren das Problem. Ein Skandal!

Die Behörde für artgerechte Muggelhaltung hat daher eine Verfügung erlassen, nach der in der Zeit von 1.10. bis 31.3. keine Weinberge mehr betreten werden dürfen, um die Rebläuse in Ruhe überwintern zu lassen. Schon eine einzige Störung kann leicht den Tod der Tiere zufolge haben!

Wir unterstützen dies und fordern darüberhinaus:
- Rückbau von Straßen und Siedlungen neben Weinbergen, um die seltenen Bestände nicht zu stören!
- Keine Traubenlese und Vergärung in giftige Säfte, denn die Tiere benötigen auch im Winter Nahrung!
- Die Gründung von Reblausstationen in Tierheimen, um verletzte Rebläuse schnell gesund zu pflegen!
- Die Aufnahme der Reblaus in die rote Liste der bedrohten Tierarten und Artenschutzprogramme!
- Die sofortige Ausweisung sämtlicher Weinanbauflächen als Reblausschutzgebiete!
- Eine Untersuchung, die die Auswirkungen schädlicher GPS Strahlung auf Rebläuse untersucht.
 
Es wird Zeit, daß wir uns der Rebläuse annehmen. Daher haben wir einen Reblaus-Schutzcache an eine gerade zufällig frei gewordene Stelle gelegt, mit dem wir den Rebläusen ein Denkmal setzen möchten zum Mahnen und Erinnern. Selbstverständlich liegt der Cache nicht in einem Weinberg.


"I muaß im frühern Lebn eine Reblaus gwesen sein
Ja, sonst wär die Sehnsucht nicht so groß nach einem Wein"

Hans Moser

Montag, 2. April 2012

Meine betroffenen Caches in Höhlen, Bunkern, Stollen ...

Hier meine betroffenen Caches und wie ich mit der Situation im Einzelnen zu verfahren gedenke:

Geisterzug: Man kann hier aufgrund der Eigentumsverhältnisse darüber streiten, ob die SGD überhaupt zuständig ist. Davon unabhängig sollte hier eine Lösung machbar sein, bei der der Final weg vom Hotspot verlegt wird in einen unkritischen Bereich, zum Beispiel den der alten Bahnlinie, in ausreichendem Abstand. Immer noch ein interessanter Platz, natürlich aber längst nicht mehr so wie der alte ...

Geheimakte: Die Verhältnisse hier sind klar. Glücklicherweise ist aber lediglich eine Station betroffen. Diese kann meines Erachtens durch Abänderung der RS-Strecke umgangen werden. Somit könnte der Cache (natürlich deutlich abgespeckt) wieder live gehen nach dieser Änderung, was aber noch zu klären wäre.

Jump: Hier befindet sich ja nicht nur der Jump. Daher wird dieser Cache wohl leider dem Archiv zum Opfer fallen ohne Alternative, gefolgt von einem Querverweis mit dem anderen Cache in der Nähe, der ja weiterhin unproblematisch ist

Tempelherrloch: Als Alternative bietet sich der schöne Rundweg um den Felsen an, den Inselkind schon einmal bedost hatte. Auf die zu erwartenden Diskussionen, ob man auf öffentlichen Wegen nun einen Geocache-Track durch das NSG führen darf habe ich aber aufgrund der bereits existierenden Vergangenheit hier erst mal keine Lust. Das Loch der Tempelherren wird somit also wieder den Nitteler Jugendlichen für Parties & Co. überlassen ...

Phase 5.3: Der Final-Platz gehört nicht dem Land Rheinland-Pfalz und ich überlege, wie ich mit der Anfrage in dieser Konstellation umgehe. Es handelt sich nicht nur um eine der beeindruckendsten Orte dieser Art in der Region, sondern der Cache wird auch sehr selten besucht. Vielleicht bietet sich ein alter Platz an mit schönem Ausblick als Alternative, die wir damals auch beim Phase 5 Event in Abstimmung mit den Ortsbürgermeister nutzen durften. Ich arbeite daran ...


Westwall Bauwerk: Der Cache besteht aus zwei Bunkerstationen und einem Final bei einem alten Bergwerk (aber nicht in!). Bereits zwei andere Caches führen hier in die Ecke und zeigen teilweise die Lokationen, daher werde ich wohl diesen Cache ersatzlos archivieren, denn er hat somit keine eigenständige Daseinsberechtigung mehr. Daß die Bunker von zahlreichen Wanderern und einigen Bunkerfreunden weiterhin besucht werden wird somit zumindest nicht mehr auf uns Geocacher zurückfallen.

Geonigma: Diese Lokation ist ja deutlich mehr als nur diese lächerliche Kammer da, wenn auch eher Kopfkino. Insofern sollte es recht leicht möglich sein den Cache zu verlegen und weiterhin aufrecht zu erhalten. Da der Ort aber nicht eben gerade in meiner "ich fahr schnell mal 5min. hin und mach das" Reichweite liegt und ich nur eine Woche Frist sowie eine lange Liste abzuarbeiten habe, bat ich bereits andere Cacher, die Sache hier verantwortungsvoll zu übernehmen. Es wird also bald was Neues kommen, das uns den Ort zeigt und erklärt ganz im Sinne der neuen Vorgaben.

Über den weiteren Stand werde ich hier bzw. in den jeweiligen Listings berichten.

Sonntag, 1. April 2012

Shit Happens - Big Time ...

Daß gerade im schönsten aller Bundesländer ein Licht ausgeht hat sich schon herumgesprochen. Die abzulehnenden und abzustellenden Gründe dafür sind altbekannt, aber rechtfertigen sie das Vorgehen, und sind überhaupt diese Übertretungen die Hauptursache?

Geocaching ist (noch) ein sehr interessantes Hobby, und so vielfältig. Vor allem aber ist es auch ein interessantes Experiment: Die teilweise Übertragung von Web 2.0-Konzepten in die reale Welt. Fast alle erfolgreichen Platformen im modernen Netz machen sich zunutze, daß sich die User gerne selbstdarstellen und als Schwarmintelligenz organisieren. Flickr, Youtube, Facebook, zahlreiche Googledienste, ja sogar Amazon wären ohne solche Community-Funktionen weniger erfolgreich bis inexistent. Davon lebt das Hobby, und somit vor allem auch die Platformbetreiber. Somit trägt auch Groundspeak eine große Mitverantwortung am Geschehen. Man gibt sich kooperationsbereit, das ist letztlich auch gar nicht anders möglich, möchte man weiter agieren. Doch welcher Anteil von unerwünschten Aktionen wird wohl durch den Antrieb Punkte zu erzielen zumindest mitausgelöst? Es wurde bereits vor Jahren angeregt, als Owner diese Zählerei für sich selbst komplett abstellen zu können, leider erfolglos. Vermutlich, weil die mögliche Deaktivierung der Punkte zuviele Einnahmen kosten könnte durch weniger Nutzung und damit geringere Einnahmen.

Wie dem auch sei: Diese Aktion kann langfristig gesehen nicht greifen. Denn die Web 2.0 - Spaßgesellschaft hat die Behördenrealität auf der Suche nach ihrer Identität schon längst überholt. Während man die große Plattform Geocaching.com verspätet zu maßregeln versucht, zieht die Karawane bereits weiter zu alternativen Angeboten oder tüftelt bereits an alternativen Modellen. Wie möchte man u.a. Waymarking, Opencaching, Terracaching, Letterboxing, Munzees, und viele weitere alternative Angebote überblicken und regeln? Und wo soll das aufhören, was ist mit den Urbexern, Hobbyspeleos, Bunkerfreunden, Wandergruppen, Mountainbikern, Trail- und Crossrunnern, den Vogelbeobachtern, was wird aus der Höhlentour am Kindergeburtstag? Übrig bleibt ein noch weniger kontrollierbarer Scherbenhaufen und viel Frust auf allen Seiten. Man fühlt sich als engagierter Geocacher fast mit üblen Zeitgenossen in eine Ecke gestellt.

Manche scheinen gar jeden Wanderer mit GPS als Geocacher identifizieren zu können. Damit sind wir beim nächsten Problem, der Wahrnehmung. Ich habe bisher keine verläßlichen Zahlen gefunden über die Menge an Fehlverhalten aufgeschlüsselt nach Verursachergruppe. Die kann und wird es wohl auch nie geben, solange keine Gedankenleser alle Höhlen und Bunker 24/7 überwachen. Wie zielgerichtet und sinnvoll ist daher diese Maßnahme? Hinzu kommt nämlich, daß im Netz 2.0 sehr viel nachvollziehbar wird über Logs, Blogs, Foren, Podcasts, Tubefeeds, Tweets usw. Das ist richtig und gut (zumindest solange man selbst noch die Kontrolle über Dinge hat, die man ins Netz stellt). Doch das unbedachte Vorgehen stärkt nun die Gruppe derer, die sich eine geschlossenere Gesellschaft wünschen. Der Aufwand, solche Subkulturen alleine schon zu erkennen wird Vielfach höher sein.

Man wäre besser beraten, wenn man mehr Kontakt zu Geocachern sucht und hier speziell zur Gruppe der engagierten Geocacher mit Mitwirkungsinteresse und -potential, solange es noch eine solche gibt. Unterstützung von Foren, Podcasts und Blogs, gezielte Bildungsangebote zu Geocaching+Naturschutz, Auftritt bei Events (meine diesbezüglichen Anfragen dort, wie auch bei BUND und NABU blieben bis heute größtenteils unbeantwortet oder wurden abgelehnt ...), und einiges mehr könnte man da leisten. Endlich die Chance ergreifen, zumindest die interessierten Teile unseres Hobbies besser auszubilden und weiter zu stärken im Naturschutzbestreben. Und gemeinsam überlegen, wie wir den interessanten Teil behalten dürfen, oder zumindest wesentliche Teile davon.
 
Sicherlich, es gab und gibt diese Kontakte bereits, auch hier in der Region, zu Landesforsten und Förstern, der Landesumweltbehörde, Jäger, Gemeinden, der Polizei, usw. Sogar Geocaches und Events sind daraus entstanden. Sind es nicht gerade diese gemeinsamen Aktionen, wie Caches, Events oder CITOs, die uns zunehmend eine Lobby verschaffen (können), die wir immer noch sehr notwendig haben, gerade im Vergleich zu etablierteren Aktivitäten wie touristisch veranlasste Höhlenbesuche. Auch dazu gibt es  Kommentare aus dem "Geheimbund"-Teil der Community, daß man das besser lassen sollte, um Geocaching nicht zu publik zu machen. Neulich, wohlgemerkt, nicht etwa vor 10 Jahren. Ganz unberechtigt war der Einwand zumindest damals wohl nicht, denn dann hätte die Szene keinen solchen Zulauf und Publikationsstand erfahren. Andere, weniger bekannte Parallelwelten mit deutlich geringerem Naturschutzverständnis existieren dagegen erfolgreich weiter ...


Daß man es leider letztlich einem geringen, aber eben ständig wachsenden Teil der Community auch mitzuverdanken hat, darüber dürfte wohl überall Einigkeit herrschen. Und sind nicht auch all diejenigen ein ganz kleines Stückchen mitverantwortlich, die sich nicht zumindest bei Verursachern melden oder in Diskussionen grob fragwürdiges Verhalten verharmlosen? Nicht nur, aber auch dadurch wird ein Legitimationspotential geschaffen.

Wenn mir bereits zu meiner Anfangszeit als Owner das Wissen zur Verfügung gestanden hätte, das ich mir bis heute erarbeitete, dann wären mir solche Dinge wie die Platzierung eines Caches auf einer kleinen Insel, die im Sommer als Brutgebiet dient, sicher nicht passiert. Geocacher sind lernfähig, die Frage ist, ob überhaupt das Interesse besteht das zu nutzen.

Es bleiben uns Nachtcaches, manche Lostplaces, Caches durch (aber nicht in) Naturschutzgebieten. T5er diverser anderer Spielarten, Caches an Gewässern, an Bahngleisen (in gebührendem Abstand) und in der Stadt, uvm. Wie lange wohl noch?

PS: Auch ich hatte einen Aprilscherz vorbereitet. Den werde ich dann mal verschieben ...

Montag, 26. März 2012

MallorGeo (T)5.0

Da der Quadmaster unser neues Regionalforum noch nicht kennt will ich mal stellvertretend etwas Werbung für die MallorGeo machen :-)

Die 5. Auflage dieses jedesmal wieder sehr schönen sowie stets sehr gut organisierten Events in unvergleichlicher Atmosphäre wendet sich dieses Mal verstärkt dem Thema T5 zu. Während vor noch nicht allzu langer Zeit zurück "nur" ein paar Rope Experience Caches ein Schattendasein fristeten, und Mallorca nur am Rande ein Extremcacher-Ziel war (und dann auch eher zum Füße hochlegen) zählen wir nun über 20 HCC-Caches, darunter wirklich ein paar Perlen, die alleine schon einen Trip rechtfertigen würden. Ein schöner Bericht über ein paar davon findet sich beim Saarfuchs. Da gibt es neben den klassischen, idyllisch gelegen Abseilern und der ein oder anderen Extremwanderung nun auch riesige Lostplaces, Speleocaches, Tauchcaches, Canyoning, echte Kletterei und vieles mehr. Als diese neuen Abenteuer noch nicht lagen hatte ich mal alle T5er auf Mallorca gefunden. Da bin ich nun wieder sehr weit weg davon, und ich freue mich schon sehr auf unseren nächsten Inselbesuch!

Aber nur, daß mir da jetzt keine Mißverständnisse aufkommen: Gerade auch ohne HCC ist Mallorca weiterhin ein Topziel auf der Liste und schon lange kein Geheimtip mehr. Denn es ist einfach zu erreichen, man hat auch beim zehnten Besuch noch lange nicht alles gesehen, für jeden Geschmack (auch für Muggelanhänge) ist was dabei, und glaubt mir, alleine eine schöne, einfache Wanderung auf alten Pfaden entlang der Küsten kann bereits so traumhaft schön sein, daß es nicht viel mehr braucht ...

Ach ja, und weil es absolut überfällig war habe ich zur besseren Planung den ganzen Kram eingepflegt auf meiner Mallorca-Extreme Bookmarkliste. Viel Spaß, viel Erfolg, und nehmt unbedingt ausreichend Wasser mit! :-)

Montag, 19. März 2012

Tools für die Trierer Codex-Challenge

Wer sich beim Codex mit Cache-Schiebereien und Ortsbezirksgrenzen plagt, wird sich über den von iLunatic & c0re bereitgestellten Online-Check-Service bestimmt freuen. Und so funktioniert es: Man erstellt erst mal eine "My Founds" query über die Geocaching-Webseite. Die lädt man dann einfach in den Checker, und der übernimmt den Rest. Das Ganze befindet sich im Erprobungsstatus, ist aber bereits eine sehr große Hilfe. Sehr zeitsparend ist zum Beispiel die Zuordnung von Caches zu Ortsbezirken, die auf Basis von OSM-Daten erfolgt. Wer die verwendeten Polygone lieber unabhängig in GSAK nutzen möchte kann sich diese auch direkt herunterladen. Ich bin jedenfalls begeistert von diesem Tool, two thumbs up! Bitte beachtet aber, daß das Tool die Kriterien einzeln überprüft, ggf. mit unterschiedlichen Caches. Ihr müßt daraus weiterhin manuell eine passende Kombination auswählen.

Auch OAndreas hat sich überlegt, wie man den Codex verbessern könnte, und ein paar Bookmarklisten als Empfehlung für mögliche Lösungen erstellt. Es gibt u.a. eine Normalversion, und eine Hardcore-Variante ist in Arbeit :-)

Der Cache wird durch diese Hilfen nochmals aufgewertet, denn es ist natürlich auch nicht in meinem Sinne, daß man manchmal leider mehr Zeit vorm Rechner damit zubringt statt einfach rauszugehen und ein paar lohnende Caches zu machen ...

Ein dickes Dankeschön an Euch alle für die Unterstützung und Mühe, auch im Namen der Codex-Anwärter! Ich denke damit ist Euch mindestensein Ehrenbier, vielleicht sogar zusammen mit den Wettgewinnern sicher ... :-)


PS: Ich hoffe ihr seht mir darüber nach, daß ich die Final-"Dose" noch nicht richtig verbessern konnte wie ich das möchte. Wir sind noch immer am Bauen eines "Großprojekts", welches wir bis im Laufe des Aprils beabsichtigen abzuschließen, und das kostet derzeit fast alle verfügbare, freie Zeit ...

Dienstag, 28. Februar 2012

Wir können weder schreiben noch lesen ...

Es war einst ein engagiertes Team mit der Idee, ein einmaliges Erlebnis im Rahmen der 10 Jahre-Geocaching-Initiative abzuliefern. Es muß mal wieder "was ganz anderes sein", eine echte Herausforderung mit Interaktion und interessanten Locations und stimmigen Rätseln. Dinge natürlich, die man sonst nicht wahrnehmen würde. Heraus kam dabei Mission X und einen Haufen eigentlich ganz netter Einzeldosen, die einem storyuntermauerten Gesamtkonzept folgen. Einer meiner Beiträge dazu heißt "Der Hinterhalt", und mit dem wollte ich eine recht besondere Location in unserer Umgebung zeigen, an der man sonst vorbeifährt.

Seit Sommer letzten Jahres ist nun der Kastanienbaum daneben live gegangen. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Weitere, engagierte Geocacher in der Region, und was Schönes zum Suchen! Doch was seitdem an Logs "daneben" reinkommt ist desillusionierend: "TFTC", "Gefunden!!", "Nebenbei mitgenommen" ... Ich erwarte nun wirklich keine Romane (ich will jetzt lieber keine alten Zöpfe hier verlinken, aber ihr wißt wovon ich rede, die Foren sind ja voll davon), doch anscheinend empfinden viele Neukunden hier keinen Unterschied mehr zu einem Petling in der Leitplanke. Auffällig dabei ist, daß sich das Verhältnis von konstruktiv-ausführlichen Logs zu solch belanglosen Minilogs deutlich verändert hat seitdem der 1.5/1.5er beinahe-drive-in Tradi live ging.

Hier kann man wunderbar die Schichtung der Szene begutachten. Es ist symptomatisch: Diejenigen, die Wert auf Story usw. legen fahren auch den Mission X Tradi gezielt an und hinterlassen entsprechende Logs. Diejenigen, die nur schnell ein paar Tradis abklappern wollen haben den Kastanienbaum als primäres Ziel, und "nehmen den anderen daneben eben noch schnell mit".Vermutlich meist, ohne sich in irgendeiner Form näher damit zu beschäftigen. Beifang eben. Laut Definition ein "ungewollter Teil" des Fischfangs. Wenn ungewollt, warum macht man das dann überhaupt? Leider hinkt der Vergleich nicht, denn die Fischerei richtet damit genau wie wir Geocacher mehr Flurschaden an als tolerierbar wäre.

Denn was mich wirklich über den Cache und Zustand einzelner Geister nachdenken läßt ist die damit einhergehende, pathologische Leseschwäche von mehreren Personen in den letzten Wochen: "Die Mission soll nur tagsüber gemacht werden, keinesfalls in der Dämmerung oder gar nachts, um die Tierwelt nicht zu stören und keiner Gefahr ausgesetzt zu sein!" Ob es sich um Geocacher handelt, die da im Dunkeln herumspringen, kann ich nicht beweisen, aber recht stichhaltig vermuten, denn sonst rennt da eigentlich kaum einer hinein, schon gar nicht zu solchen Zeiten, daß er dort störend auffällt. Und daher gibt es nun leider Meldungen und Beschwerden über die Aktivitäten, wie mir berichtet wurde. Was ist an diesem Text denn genau nicht zu verstehen? frage ich mich einmal mehr ...

"Stell ich eben auf PM only um", dachte ich. Doch insgesamt nur gut 15 Funde kamen von zahlungsunwilligen Membern ... Es bleibt also nur noch der "Archive" ... und der dezente Hinweis, daß an dieser Stelle in naher Zukunft kein Cache mehr liegen sollte, wenn wir weiter unsere Ruhe haben wollen.

Danke an alle, die nicht nur Spaß an dem Cache hatten, sondern sich auch umsichtig verhalten haben und ein konstruktives Log hinterließen (egal wie lang).

Samstag, 18. Februar 2012

Die Pathtags sind da!

Jetzt neu und exklusiv: Der erste Maacher-Pathtag! Ganz frisch eingetroffen und nur solange der Vorrat reicht! Nachdem L_Y_H im Forum dafür die Werbetrommel gerührt hat konnte ich dieses Mal einfach nicht mehr widerstehen und habe es endlich mal durchgezogen ...

Was kostet ein Tag?
Für Euch nix! Er ist "für umme", wie es sich für Pathtags so gehört. Wenn Ihr bereits einen eigenen Tag habt tausche ich natürlich immer gerne!

Was hat mich beim Design geritten?
Der Kandidat schweigt und geniesst.

Wozu ist sowas gut?
Eigentlich nur zum Sammeln, Loggen, Wasauchimmern. Pathtags sind eine Art "Signature Item". Die Menschheit bringt es leider nicht voran. Aber die Gerüchte gehen um, daß es den Tag-Ownern irgendwie zum Erreichen der Weltherrschaft dienen soll. Wenn ich jetzt hier aber mehr schreibe findet man mich bald in der Mosel mit Beton an den Füßen ...

Was muß man tun, um einen zu bekommen?
Ganz einfach: Ich bin immer irgendwo und irgendwie unterwegs und habe meistens auch Tags dabei. Wenn ihr mich also irgendwo zufällig trefft, dann sprecht mich an ... Die Chancen mich zu treffen stehen für Euch alle gleichermaßen gut, sofern ihr aus der Region seid, und ich bemühe mich, immer ein paar Tags dabei zu haben. Das kann ich aber nicht versprechen, wenn ich also mal keine dabei haben sollte, dann seid nicht gleich sauer bitte.

Wo stehen meine Chancen am Besten?
1) In Caches: Wer ein bisschen verfolgt, welche meiner Caches von mir gewartet oder besucht werden, z.B. soll es bereits im Elefantenbaum und im Cache "Saarburg" ein paar wenige geben (jeder nur einen, bitte!). Manchmal lege ich auch in gefundenen Caches einen rein (z.B. gerade neulich in ein paar Caches in Saarburg). Ich logge allerdings meist schlampig spät, sorry ...!

2) Bei meinem Läufen. Zum Beispiel bei meinem Lauftraining, oder bei Wettkämpfen, wie heute mittag (jetzt gleich!) in Wasserliesch beim Fastnachtslauf, oder das Wochenende drauf in Breit/Büdlich beim letzten Crosslauf der Bernkasteler Serie ... außerdem bei dem ein oder anderen Lauf der Bitcup-Serie, z.B. voraussichtlich in Schweich beim Fährturmlauf ...

3) Ein endemischer Wikingerstamm in Trier soll auch über ein sehr ordentliches Beutekontingent verfügen, wie man so hört ;-) Geht einfach mal in deren Lager in der Paulinstraße vorbei und fragt danach ...

4) Wenn die Felspiraten endlich mal aus den Puschen kommen und ihren seit Monaten geplanten "Kinder-Tausch-Cache" legen würde ich da natürlich auch ein paar beisteuern. Dort müssen übrigens keine Kinder getauscht werden (schade ... ;-) ), sondern die beiden wollten dort allen Kram reintun, den sie so sammeln (Fussballkarten, Star Wars, ...). Mal sehen, ob ich die dazu kriege ...

5) Last but not least: Sehr gerne spendiere ich auch Tags an Initiatoren für "besondere Leistungen", die die Community glücklich machen. Gegenseitige Hilfeleistungen (nicht speziell mir gegenüber), Eventorganisationen, CITOs, etc. könnten da ein paar gute Ansätze sein ...

Wo gibt es keine Tags?
Auf Events werde ich -wenn überhaupt- nur eine sehr begrenze Menge an Tags verteilen, und dann auf eine gezielte Art, zum Beispiel an Leute, die aus einem der obigen Gründe bereits einen erhalten sollen. Es wird also nichts bringen mich dort darauf anzusprechen, denn das wäre schließlich sonst viel zu einfach ... ;-) "Och wie doof" - mag sein, aber ich möchte mir mit den Tags nichts "erkaufen" und die Dinger kosten auch Geld. Daher ist es mir lieber, bei zufälligen oder persönlicheren Begegnungen einen Pathtag zu verschenken ... ;-)

Wieviele darf ich haben?
Ich gebe erst mal pro Begegnung und Person einen Tag heraus, so daß möglichst viele eine reelle Chance über die nächsten Monate haben. Mehrere Tags kann man aber ohne weiteres erhalten durch mehrere Begegnungen, oder sonstiges aus der obigen Liste, kein Problem.

Ist der Tag limitiert?
Ich sage mal so: Ich weiß es noch nicht. Es kommt natürlich sehr darauf an, wie die Tags überhaupt ankommen. Nachbestellungen sind eigentlich problemlos machbar, jedoch wäre auch was Neues wieder schön. Aber ich entscheide das erst, wenn diese Tags alle sind und ich überhaupt mal wieder Lust auf Neue habe - also wohl frühestens nächstes Jahr :-)

Juhu, ich habe einen bekommen. Was tue ich nun damit?
Das ist allein Euch überlassen. Registrieren wäre schön (dauert keine fünf Minuten ...). Gerne dürft Ihr die Tags behalten für Eure Sammlung, aber bitte verkauft die Dinger nicht irgendwann mal, das ist nicht in meinem Sinne. Außerdem würde die sowieso niemand kaufen wollen ...

Ich bin angefixt und will selber welche, kannst Du mir helfen?
Gerne für ein paar einfache Fragen, und ich schicke auch gerne meinen abgenommenen Entwurf als Beispiel. Aber bitte keine tiefe Einbindung in Euren Pathtag-Prozeß mit Design, usw, denn das ist letztlich sowieso Geschmackssache, und der Ablauf ist wirklich sehr einfach. Du gestaltest einfach einen Entwurf und schickst den ein, nach Registrierung auf der Pathtags-Seite. Der wird überarbeitet und zur Abnahme online gestellt. Wenn es Dir gefällt drückst Du einfach nur noch auf OK, ansonsten ablehnen und Kommentare dazu. Solange, bis es paßt oder jemand aufgibt :-) Zoll usw. ist auch kein Problem, man braucht nur Geduld.

Viel Erfolg beim Cachen und Taggen und bis bald im Wald!

Dienstag, 24. Januar 2012

Schräge Vögel #20: Die tauben Tauben

Bild verlinkt von Wikimedia Commons
Die Engländer wissen es schon lange: Diese überall ihre geistigen Extremente verbreitenden, leichtgläubigen Plagegeister sind einfach überall. Und sie zwitschern ihre Leichtgläubigkeit überall von den Dächern. Aktuelles, bereits stark nervendes Beispiel: Der erste Sonnensturm des kommenden 2012er Zyklus ist bereits unterwegs. Jetzt also schnell noch die wichtigsten Dosen raussuchen und abklappern, bevor die Geräte endgültig den Geist aufgeben. Ich persönlich empfehle ja das GPS an den Schaltzustand des Gehirns zu koppeln. Geht bestimmt auch schon irgendwie auf Arduino-Basis. Bei manchem, der immer noch im stillen Kämmerlein an der Jahr2000-Problemlösung werkelt, bleibt dann der Schirm einfach dauerdunkel. Vorteil: Die bösen, über die Signalmultiplikatoren (Satelliten, Foren, Blogs, ...) verteilten und gedownlinkten Partikel können keinen Schaden mehr in der Quadhelix anrichten. Alte Chipsätze sind natürlich umso anfälliger: Upgrade stärkt die schwache Wirtschaft! Alternativ hilft aber auch das Warten auf die nächste Uri Geller Sendung, einfach Kopf oder GPS auf den Fernseher legen. Oder vielleicht mal die alten Akkus aufladen, das soll manchmal noch mehr Wunder wirken. Ansonsten macht sich das grassierende Thema aber auch gut als DNF-Ausrede.

In sekundenlanger, mühevoller Kinderarbeit haben wir Euch also die beste Schutzanleitung für die weiteren, 2012 zu erwartenden elektromagnetischen Katastrophen hergegoogelt. Da man, wenn man diesen Schutz tatsächlich erwägt anzuwenden, sowieso über eine gute Mentalimprägnierung verfügt reicht es für uns gestandene Geocacher natürlich aus, das GPS damit zu schützen. Wer sich diesen Schutz aufgrund ständig steigender Benzinkosten nicht mehr leisten kann malt einfach das Display seines Gerätes schwarz an. "Wir Geocacher? Niemals glauben wir an solchen Voodoo!". Logisch, wer würde auch schon passende Puppen anbieten, für ganz unterschiedliche Zwecke, wenn sie eh keiner kaufen würde ...

Mit staniolisierter Leichtgläubigkeit habe ich natürlich überhauptgarnix am Hut, daher gehe ich jetzt auch gleich noch schnell raus ins wahre Leben. Habe da gerade eine feine Dose ausgemacht: Hunderte Funde alleine gestern, dennoch keinen einzigen Favoritenpunkt, aber Kurzlogs ohne Ende, ganz zum Trotz des fast schon selbstironischen "Stopp-zu-Kurzlogs" Banners im Listing. Da muß ich einfach mal hinfahren, nur zum gaffen natürlich. Und vielleicht ein bisschen loggen, wenn es sich nicht vermeiden läßt. Mit "gib jedem Cache eine Chance" oder "man weiß es ja vorher nicht", werde ich mich danach wohl wieder bei den misgünstig blickenden Mitturteltäubchen herausreden. Ohren zu und durch, was auch immer da kommen mag! Der gute alte John Maynard gilt eben auch bei uns! "Aus hielt er, bis er das Ufer gewann", auch wenn alles auseinanderbricht ...

Eigentlich ist es ja sowieso egal, denn nur weil dem bekifften Maja-Kalendersteinbehauer das Material oder die Ideen ausgingen muß nun bald die gemeine Muggelwelt untergehen. Komisch, warum gerade die Majas, und nicht die Kalender der Jambas, Pfälzer oder anderer, fehlgeleiteter Indianerstämme. Wenn ich mir diese Fehlinterpretation des Majakalenders so anschaue, dann kriege ich es mit der Angst zu tun, daß die prognostizierten Realitätsverzerrungen mehr als nur ein Widerspruch in sich sein könnten. Da helfen nur noch kollektive, bewußtseinserweiternde Maßnahmen:
- 24. oder 25.2. (geplant, tbd): Stammtischevent
- 29.2.: Statistikevent
- 5.4.: Dönerstag, diesmal auch in Trier?
- 25.5.: Towel Day!

(...)
- 21.12.: Weltuntergangsevent (Mega)
(to be continued)

Ach so, jetzt, ja, es ist sowieso alles nur ein Hoax! Wer meldet es als erster? Bielefeld ist überall!

Freitag, 20. Januar 2012

Frankfurt Marathon 2011: Die Vorbereitung (1/2)

Der Trierer Stadtlauf bietet eine tolle Kulisse!
Achtung, dieser Post hat nur wenig mit Geocaching zu tun, sondern richtet sich an Läufer und solche, die es werden wollen. Daher ist er auch entsprechend anders gelabelt. Mit weiteren solchen Posts ist nach wie vor zu rechnen ;-)

Einleitend möchte ich außerdem sagen, daß diese Zeilen sich primär weder an Einsteiger noch an Profis richten. Nur wer sich zur ambitionierten Läuferschar zählt, die einen gewissen Leistungsanspruch hat, aber nebenher noch anderen Hobbies fröhnen will (Familie, Arbeit, Cachen :) ), der wird sich hier wiederfinden können. Quasi vernünftig die Grenzen ausloten, aber nicht über die Stränge schlagen ... Wobei ich durchaus die Hoffnung hege eine gewisse Motivation vermitteln zu können, ganz unabhängig vom "Level".

In Frankfurt war noch eine dicke Rechnung offen (und ich rede nicht von "24" - hm, wer wollte da eigentlich einen Erlebnisbericht schreiben?! ;-) ). Denn vor 2 Jahren blieb ich dort bei meinem ersten Marathon "nur" 9 Minuten über meiner damaligen Zielzeit, nach einem wahrlich harten Kampf auf den letzten Kilometern. Wer mir jemals Leiden an den Hals fluchen wollte sollte sich mal ab KM 35 postieren, um sich ein paar Inspirationen abzuholen. Damals war das jedenfalls ein klarer Fall von Überschätzung (es kam der "Mann mit dem Hammer", wie die Marathonis so treffend sagen). Naja, mein Trainingsstand war wohl einfach noch nicht gut genug für so einen Unsinn, aber man muß es halt probieren, gelle? Doch meine alleinige Schuld ist das nicht. Aus heutiger Sicht sehe ich die damalige Performance nämlich so: Ich hatte mich diversen Laufbüchern anvertraut, die alle von Zielzeiten schwärmten, die angeblich erreichbar seien mit diesem und jenem Trainingsplan und einer bereits erreichten Zielzeit auf 10km oder einem Halbmarathon ein paar Wochen davor (und natürlich aus dem entsprechenden Marathontraining heraus). Doch nach mittlerweile mehreren Laufjahren auf dem Buckel weiß ich: Mein Körper tickt so nicht! Immerhin, während meine 10km- und Halbmarathonzeit noch sehr gut korrelieren im Rahmen der verschiedenen Laufzeithochrechnungen, liegt meine Marathonzeit fast immer zurück. Und jedesmal mußte ich sehr hart kämpfen, manchmal sogar bis ans absolute Limit (gefühlt zumindest). Seitdem ich mal mit meiner weißen Kappe, aber auch blauen Händen und blauem Gesicht ins Ziel gelaufen bin heiße ich bei manchen nur noch "Papa Schlumpf" oder einfach "Der Schlumpf". Wenn ich mir jemals einen neuen Nickname zulegen würde, ich hätte dafür schon ein passendes Profilfoto, leider aber noch ohne Rauschbart. Doch eins ist klar: Gesund ist anders. Und daher möchte ich mit Euch hier meine Erfahrungen teilen, in der Hoffnung, daß Ihr was damit anfangen könnt. Denn diese Erfahrungen sind sicherlich nicht nur dem komplett anderen Charakter eines Marathonlaufs geschuldet, der mit einem 10er oder Halbmarathon herzlich wenig zu tun hat, sondern auch ein paar grundsätzlichen Dingen, die ich hier gerne beschreiben möchte.

Übrigens: Um mit dem Laufen anzufangen ist es nie zu spät, siehe Fauja Singh. Ich hatte bereits die Ehre ihm mehrfach zu begegnen bei diversen Veranstaltungen und ziehe hier einmal mehr meinen Hut.

Zu Beginn des gezielten Trainings ließ ich meine bisherigen Läufe, vor allem die Langstreckenwettkämpfe, Revue passieren. Eigentlich fast nur Schmerzen und Leiden. Ungeübte schütteln wohl spätestens jetzt nur noch den Kopf, Eingeweihte aber, die bereits von körpereigenen Drogen wie Adrenalin ausgiebig Gebrauch machen konnten, wissen: Spaß pur - besonders auch hinterher :) Ich zitiere: "Da läufst Du gestern nen ganzen Marathon und heute packst Du es nicht mal vorwärts die Treppen runterzugehen". Fassen wir mal die nicht gerade neuen Erkenntnisse daraus kurz zusammen ... Wenn Du auf eine Extraportion Schmerz und Versagen aus bist, dann:
- laufe auf neue Bestzeiten an, wenn es bereits am Start 26°C hat (Fail in Utrecht)
- bestimme eine unrealistisch schnelle Zielzeit und halte Dich dran solange Du kannst, egal was Dein Puls Dir sagt (Fail u.a. in Frankfurt)
- verirre Dich am Tag vorher in verwinkelten Hafenanlagen, die Deine Einheit viel länger machen, als es gut gewesen wäre ... (Fail in Palma/Barcelona)
- und das Beste zum Schluß: laufe vier Wochen nach einem am Limit gelaufenen Marathon nochmals einen auf Limit und neue Bestzeit, weil Gurus und Cracks das auch können oder zumindest behaupten (Fail in Mannheim)
Doch ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, die diesen durchaus auf den ersten Blick widersprechen. So habe ich einmal bei einem guten Gefühl nach 5 km entschieden schneller als geplant zu laufen (Kardinalfehler?!), und am Ende stand eine fast 10 Minuten schnellere Gesamtzeit als erhofft. Weh tat es hinterher natürlich trotzdem.
Woran liegt es also wirklich? Ich glaube: Nicht die falsche Renntaktik oder Vorbereitung, sondern die meist zu optimischische Laufzeitvorhersage führte bei mir zur suboptimalen Leistung und manchmal auch zum klassischen Einbruch. Was in diversen Büchern und auf Webseiten romantisch auf ein paar Formeln verklärt wird mag für viele passend sein. Doch diese Versprechungen sind auch sehr unterschiedlich. Ich bin dem wohl einfach zu oft auf den Leim gegangen. Man gibt die Verantwortung für sich selbst ja nur allzu gerne ab an Gurus, Modelle und Bankberater. Das Unfassbare wird mittels kalter Mathematik versucht fass- und kontrollierbar zu machen. Es hat auch was von statistischem Zufallstreffer bei großer Grundgesamtheit. Wenn nur ausreichend viele Leute jeweils unterschiedliche Vorhersagen treffen, dann findet sich auch jemand, der rein zufällig richtig liegt. Nehmen wir mal ein Beispiel: Zwei Pläne, beide für dieselbe Zielzeit. Einer davon fordert eine 10km Zeit als Einstieg von ca. 37 min, der andere von ca. 41 min. Dazwischen sind aber bereits Welten! Wer nun denkt, daß die Pläne grundverschieden sind: Sie sind es nicht, beide sind 3-Monats-Pläne aus dem Netz (von Quellen, denen ich durchaus vertraue) mit ähnlicher Struktur, ähnlichem Umfang und ähnlicher Intensität ...

Aus all dem folgte für mich nun der überfällige Schluß: Hab Mut und sei Dein eigener Coach!

[Dass das bitte nicht falsch verstanden wird: Es geht nicht ums Abkapseln und Einigeln, denn Offenheit und Flexibilität ist Bestandteil des Konzepts! Inspiration und Rat nehme ich immer sehr gerne an, und probiere diese (kritisch) aus. Von erfahrenen Läufern und Trainern, z.B. aus meiner Laufgruppe, oder professionellen Coaches, oder vielen anderen Läufern konnte ich bereits sehr viel lernen und auf mich übertragen. Ich verdanke diesen daher sehr viel, und ich freue mich natürlich immer wieder auf Neues (die Links sind übrigens wie immer auf diesem Blog nicht gesponsort sondern kommen von Herzen)]

Die Pacemaker des Luxemburg-Marathon 2011

(das Bild wurde von Holger Teusch gemacht
und aus dem Volksfreundartikel verlinkt)
Wenn ich eine zweite Empfehlung aussprechen würde, dann diese: Als Einstiegsdroge sollte man mal einen Marathon "locker" durchlaufen, d.h. mindestens eine Viertel- besser eine halbe Stunde (oder mehr) langsamer als die theoretisch mögliche Zielzeit nach entsprechendem Training. Ja, ich gebe zu, "locker" ist relativ und es wird so oder so wehtun. Aber gerade zum ersten Marathon raten dies ja auch viele Laufgurus: Nicht zu schnell angehen, tiefstapeln, ... Es stimmt, und es ist die Erfahrung wert! Mir brachte das darüber hinaus eine ganze Menge Zuversicht für den nächsten "scharfen" Lauf. Ich hatte das Gefühl: "Ich beherrsche die Strecke, und nicht die Strecke mich!" Indem ich für andere Läufer gelaufen bin konnte ich mich auch viel leichter zu reduziertem Tempo "zwingen", denn ich durfte natürlich keine Sekunde zu schnell sein, um niemanden kaputtzulaufen. Und wenn man mal eine erste, locker gelaufene Zeit stehen hat läßt die sich dann auch umso leichter verbessern, was zusätzlich motiviert (viele laufen leider nur einen, maximal zwei Marathons und das wars dann). Der Pacemaker ist übrigens der Sadist unter den masochistischen Marathonis, denn der klassische Pacemaking-Zyklus lautet: Auf den ersten Kilometern fies ausbremsen, im Mittelteil den Wasserträger und -holer spielen, um dann am Ende mit ordentlichem Gebrüll gepflegt in den A... zu treten. Also endlich mal was, wo ich alle meine üblen Charaktereigenschaften einbringen und es auch noch als Erfolg verkaufen kann! :) Bei allem Spaß, das Pacemaking (ich sage lieber Pacebraking dazu, denn man bremst mehr als man zieht) ist eine große Verantwortung, die ich natürlich auch als solche angegangen bin. Hauptkritierium war die vorherige Erkenntnis, daß ich stabil auf eine vorgegebene Pace laufen kann ohne wesentliche Tempovariationen, sowie eine gezielte Pacemaking-Vorbereitung (Einübung der Zielzeit) und diverse persönliche "Pacemakings" für befreundete Läufer bei anderen Wettkämpfen davor. Hm, "Sadorunner" wäre auch ein guter Nick, sollte der Schlumpf schon belegt sein ...

Zurück zur "Mission Frankfurt": Mein neues Trainingskonzept sah gezielt die Abkehr vom starren Trainingsplan vor. Mehr echtes Körpergefühl, aber stets mit guter Kontrolle von Puls und Pace war das Ziel. Es galt herauszufinden, was ich mit ca. 85-87% Puls (der für mein Alter etwas zu niedrige Maximalpuls nach "Standardformel" wurde erstmalig durch einen Laktattest ermittelt, der mein Körpergefühl bestätigte) für ein Tempo laufen kann über die Distanz. Daraus resultierte dann meine angepaßte Rennstrategie und Zielzeit, die einige Minuten langsamer war als meine durch Formeln orakelte Leistung. Ein kleines "Opfer" für ein unvergleichbar besseres Lauferlebnis!
Beste Bedingungen in Köln 2011
Dieses (für mich) erfolgreiche Konzept sah wie folgt aus:
- Wochenzyklus: Pro Woche (mindestens) drei "harte" Qualitätseinheiten: 1* Intervalle, 1* Tempolauf, 1* Long Jog, und dazwischen immer mindestens einen Tag Erholung oder eine regenerative Einheit, diese gerne auch mal auf dem Rad.
- Monatszyklus: Auf zwei, spätestens drei Belastungswochen folgt eine lockere mit ca. 20% weniger Umfang und Intensität, vielleicht auch mal eine Einheit weniger.
- Bei den Intervallen bin ich dem guten Rat unseres Trainers gefolgt, der die für mich sehr gut funktionierende Philosophie vertritt: Lieber weniger Intervalle mit höherer Intensität und ausreichend Pause. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste ;-)
- Die wichtigen Long Jogs wurden mit zunehmend längerer Endbeschleunigung im MRT durchgezogen. Meist lief ich die 3 Stunden durch, auch wenn es hart war oder am Ende doch langsamer wurde. Diese Dauer wurde natürlich langsam aufgebaut in den Wochen davor. Das hat für mich besser funktioniert als in den früheren Vorbereitungen, wo sich auch öfters mal 2-2,5h long jogs einschlichen.
- Der letzte lange, harte Lauf lag zwei Wochen, der letzte lange Lauf (ohne Endbeschleunigung, da nur Formerhalt) eine Woche davor.
- Bei Ausfall einer oder mehrerer Einheiten (Krankheit, ...) diese nicht nachträglich durchziehen, sondern durch vorab geplante Spielräume auffangen. Unlust darf jedoch nie zu einem Ausfallgrund werden!
- Viele Pläne geben Zielzeiten für Intervalle, usw. vor, mit groben Pulszielen. Ich habe immer mehr auf Puls/Pace geachtet statt starr auf eine vorgegebene Zeit(range) zu laufen, und mich gerade am Anfang und Ende der Vorbereitung mehr danach als nach der Pace selbst gerichtet, um das Risiko der Über- oder Unterforderung zu minimieren. Selbstverständlich aber ist die machbare Pace bei einem bestimmten Puls eine der Hauptfaktoren bei der späteren Zielzeitbestimmung.

Noch ein paar weitere Punkte aus meinem persönlichen Trainingskonzept, die nicht direkt mit dem Trainingsplan zu tun haben, aber ebenso entscheidend sind:
- Wettkampfgetränk, Schuhe, uvm. sind natürlich vorher mehrfach in langen Läufen und dem HM-WK getestet und für gut befunden worden, sogar von mir persönlich.
- Eine grundsätzliche Nahrungsumstellung auf mehr Obst und Proteine bei gleichzeitiger Reduzierung des Fettanteils (besonders gesättigte Fettsäuren) half, bei den teilweise schon sehr anspruchsvollen Umfängen und Intensitäten die knappe Regenerationszeit optimal zu nutzen. Wenige Tage vorm Lauf habe ich wie oft empfohlen den Kohlenhydratanteil nochmals stark erhöht. Und direkt nach dem Lauf habe ich den Schokoladenanteil ins Unermeßliche gefahren!
- Etwa eine halbe Stunde nach den Einheiten, meist nach der Dusche, findet noch ein Stretching statt, welches gezielt die beanspruchten Muskelgruppen dehnt, so daß diese sich nicht zu sehr verkürzen. Aufpassen, daß man dabei nicht gesehen wird! ;-) Das empfinde ich persönlich jedenfalls effektiver als das Stretching direkt danach. Über den Tag versuche ich mich auch mehr zu bewegen, berufsbedingt nicht immer ganz einfach, aber ich spürte einen direkten Effekt davon in den Muskeln.
- Bei Schmerzen sofort Gegenmaßnahmen (PECH: Pause, Eis, Compression, Hochlegen) auch noch mind. 1-2 Tage nach deren Abklingen. Bei langsam auftretenden Knieschmerzen hat mir übrigens ein Laufschuhwechsel geholfen, nachdem nichts anderes Abhilfe brachte. Nach einer guten Woche waren sie wieder weg, als ob sie nie dagewesen wären. Schade, ich hatte mich schon so auf eine neue Schmerzgegend zum Erzählen in der Laufgruppe gefreut ...
- Last but not least: Zur Auflockerung der Einheiten wurden natürlich auch Geocaches eingebaut, soweit dies möglich war :-) Am Liebsten natürlich schnell zu findende Tradis, denn wenn man drei Minuten Pause zwischen den Intervallen hat, oder nur begrenzt Zeit hat für die Einheit, dann sind lange Suchen und Rätsel (bei leerem Hirn ...) nicht praktikabel. Meist kann ich diese also nur mit regenerativen Einheiten verbinden.

Hm, ist doch gar nicht so viel anders als der Plan von "Guru sowieso" ... Stimmt! Ich erfinde ja auch das Rad hier nicht neu und maße mir das auch nicht an ... Was ich aber anders angehe ist, daß ich keinem absolut starren Plan folge, sondern mehr nach Körpergefühl und Gesamtstruktur laufe, und meine Zielzeit von mir selbst (meiner Erfahrung, mein Gefühl, ...) statt von anderen, allgemeineren Vorhersagen, abhängig mache. Wenn ich mich nicht gut fühle reduziere ich und ziehe nicht auf Biegen und Brechen dennoch durch. Und wenn ich mich gut fühle, dann lege ich noch eine Schippe drauf. Sowohl bei Zielzeit wie auch in einer Einheit. Am Ende achte ich darauf, auf das Gesamtkonzept bezogen nicht zu viele und nicht zu wenige Umfänge und Intensitäten zu absolvieren. Ich bin somit kein Sklave eines Plans, sondern mein eigener Coach nach maßgeschneiderten Konzept. Das Problem dabei ist eigentlich nur, daß man nun keinen mehr hat, dem man die Schuld zuschieben kann, wenn es dennoch schief geht ;-)

Unter obigem Grobkonzept habe ich nun mit folgenden drei Hauptfaktoren zu verschiedenen Zeitpunkten im Trainingsablauf meine realistische Zielzeit bestimmt:

1) Aufgrund meiner Erfahrung und Performance aus vorherigen Rennen sowie der überhaupt zur Verfügung stehenden Zeit für Training habe ich mich zu Beginn des Wettkampftrainings für eine bestimmte Zielzeit vorentschieden. Soweit so klassisch.

2) Der Halbmarathon-Test in Köln vier Wochen vor dem Hauptwettkampf diente nicht nur als Test diverser Dinge (Schuhe, Getränk, ...) unter WK-Bedingungen, sondern auch als Überprüfung der vorab avisierten Zielzeit, natürlich mit entsprechender Korrektur, falls nötig (für mich gilt dabei: ca. 5-10 Minuten langsamer, als die Standardformeln orakeln).

3) Nun wird es individueller: Noch wichtiger war mir der letzte lange Lauf mit Endbeschleunigung, diesmal in Echternach. Manche werden sich hier wundern, ist dies in den klassischen Konzepten doch kaum so zu finden. Hier herrscht die These vor, daß man im Rennen immer mehr aus sich herausholen kann als im Training. Stimmt, und das kann ich auch. Aber ich weiß auch, daß meine HM-Zeit nur eine grobe Richtung geben kann (s.o.). Daher bin ich in diesem Testrennen strikt "nur" mein Marathontempo durchgelaufen. Ein langer Lauf wurde daraus durch ausgiebiges Ein- und Auslaufen. Die Pulsentwicklung über den Rennverlauf gab mir den wichtigsten Hinweis für meine realistische Marathon-Zielzeit. Übrigens ist eine Rennteilnahme eine gute Motivation, diesen letzten, harten langen Lauf durchzuziehen und den Effekt der besseren Performance im Rennen zu minimieren.

Ich hoffe ich kann Euch mit diesen Schilderungen nicht nur motivieren, sondern auch weiterbringen. Wie es dann in Frankfurt geklappt hat steht im nächsten Post ... Bis dahin wünsche ich Euch gute Gesundheit und viel Erfolg bei Euren nächsten Läufen!