1) Wie üblich: Erzähl mal von Deinen tollsten Geocaching-Erlebnissen?Das ist echt schwierig, da gibt es so einiges. Wenn man eine Weile nachdenkt fallen einem die dollsten Dinger ein. Lustig sind immer die Begegnungen mit der Polizei (mit stark beleuchteten Ausnahmen), einige Kletteraktionen wie Abbadon und die Sternendeuters, schöne Touren mit dem Jeep in den Alpen, z.B. auf der letzten High-Altitude-Tour, viele schöne Cacheauslegungen und genauso viele neu gewonnene Freunde, tolle Caches in den Alpen, tolle Events wie z.B. die Winterevents in Kassel oder Rhön-Events, Dutzende von beeindruckenden Lost-Places, Nachtcaches oder eine Kombination, viel kranke Scheiße... und und und. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Aber das Wichtigste: Wir kriegen unseren Hintern von der Couch, sind viel draussen, lernen ständig neue tolle Leute kennen und haben mit Klettern ein neues Hobby gefunden. Und als Urlaubsführer taugt Geocaching auch recht viel.
2) Du bist einer der wenigen hier im Land, die auch einen Project Ape Cache gemacht haben. Was waren dabei Deine Gedanken?
Nun, wir waren 2005 in British Columbia und wollten auch einen Abstecher in die USA machen. Und da fiel mir dieser Projekt Ape Cache (GC1169) ein. Also wurde er in die Planung mit aufgenommen. Das war eine ganz "interessante" Tour Ende April, da am Snoqualmie Pass noch ordentlich Schnee lag. Wir hatten Glück, dass der Snoqualmie Pass Tunnel zwei Tage vorher geöffnet wurde und wir den 2.3 Meilen langen Tunnel zum Ape Cachen gehen konnte. Spooky. Und der Cache Bloody Fingers, Dirty Diapers... mitten im Tunnel ist schon sehr beeindruckend. Am anderen Ende des Tunnel konnte wir dann die riesen Box des Ape-Cache finden und haben dann noch einen Benchmark und einen alten Cache von Jeremy (GC79) gemacht. Wenn man sich die Bilder in den Gallerien der Caches anschaut, kriegt man ein ganz guten Eindruck davon. Das dann auf dem Rückweg mitten auf der 8-spurigen Interstate die Kupplung vom geliehenen Dodge Ram geplatzt ist, konnte die Freude nicht trüben. Im Gegenteil: Ein solcher Ausfall bei einem 5,7l Motor ist sehr beeindruckend. Und in unserem Log sieht man wie wir uns gefreut haben.
3) Bist Du nach dem Wochenende immer so genervt, daß Du Dir Montags im Blog alles von der Seele schreiben mußt?
Manchmal kriegt man wirklich das blanke K.... Oft ist man dann auch mit anderen Cachern unterwegs und die beschäftigt das gleiche Gedankengut. Da kamen wir auf die Idee, das im Blog zu verarbeiten. Mittlerweile sind wir dann auch in einen zweiwöchigen Turnus übergegangen. Das zeigt, dass so schlimm eigentlich nicht ist. Und wenn man sich aufregen will, reicht ein Blick in die grüne Hölle. Und ab und an kriege ich auch Tipps von befreundeten Cachern.
4) Beim Cachen Jeepen, oder umgekehrt, also Hardcore-Drive-Ins, wie verträgt sich das mit umweltfreundlichem Cachen?
Da gibt es zwei Antworten, du darfst Dir einen aussuchen. a) Kein Problem, wir haben doch ein 4l Auto. ;-) b) Pahh, alles über 7l ist Hobby. Ansonsten sind wir aber meistens mit dem gesponsterten "Obbel Jeep" von der Firma unterwegs (Eine Erklärung zum Unterschied zwischen Jeep und Geländewagen spare ich mir an dieser Stelle). Und bei den Drive-Ins halten wir es mit dem Abstieg vom Berg: Wo eine Gondel ist, nehmen wir sie berg runter, ansonsten wird gelaufen. Entgegem den landläufigen Glauben fetzen die meisten Jeepfahrer aber nicht durch den Wald, denn sie wissen was Waschboxen kosten können.
5) Sissi oder Franz?
Hardcore-Franz mit ganz heller Stimme, der kein warmes Wasser will, sondern heißes Wasser. Mein Lieblingsspruch: Gott sprach zu den Steinen: "Wollt ihr Jeeper werden?" "Nein", anworteten die Steine, "dafür sind wir nicht hart genug".
6) Wie sieht für Dich die ideale Assistentin aus?
Eine Kombination (wie auch immer) von http://is.gd/54dhj und http://is.gd/54doT
Danke fuer das Interview!





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